Max Hoff ist der CHAMPION DES JAHRES 2011!

Michael Greis - Champion des Jahres 2006 - Biathlet

Michael Greis - Champion des Jahres 2006 - Biathlet

Michael Greis - Champion des Jahres 2006 - Biathlet

Michael Greis - Champion des Jahres 2006 - Biathlet
Dass die Strecke von San Sicario in den italienischen Alpen liegt, war schon ein Jahr vor den Olympischen Spielen klar. Am 9. Februar 2005 gewann Michael Greis im Einzel auf der späteren Olympia-Strecke den ersten Weltcup seiner Karriere. 367 Tage später war er der erste deutsche Goldmedaillengewinner der Spiele von Turin. Und dann schaffte Greis, was kein deutscher Olympionike vor ihm geschafft hatte: Er gewann bei diesen Winterspielen insgesamt drei Goldmedaillen. Einzel, Staffel und Massenstart.
Michael Greis, ganz ehrlich: Hast Du mit der Wahl gerechnet?
Michael Greis: „Gehofft habe ich auf alle Fälle. Alle fünf werden gehofft haben. Die Ruderer haben ein ganzes Team hergebracht und auch die haben ihre sportliche Leistung gebracht. Man braucht natürlich das Team, das einen wählt und das wählt dann ein Gesamtpaket und nicht nur die Erfolge. Ein Georg Hackl hat zum Beispiel immer nur eine Chance, eine Medallie zu holen, weil er nur ein mal fährt. Bei uns Biathleten sind es fünf Möglichkeiten, deshalb haben wir einen kleinen Bonus. Aber natürlich bin ich wahnsinnig glücklich, dass ich das gepackt habe. Die Auszeichnung ehrt mich, vor allem weil sie von den Sportlern kommt. Das ist für mich ein toller und wichtiger Preis.“
Du bist quasi der „Mitarbeiter des Jahres“ – Was bedeutet es für Dich, von den Sportlern gewählt worden zu sein?“
“(lacht) Der Mitarbeiter des Jahres. Ich meine, dass viele erfolgreiche Sportler wie Hackl oder Disl es nicht geschafft haben, zum CHAMPION DES JAHRES gewählt zu werden, da kommt mehr dazu als nur der Erfolg. Ich habe das Glück gehabt, das zu schaffen und bin umso glücklicher, weil es im Kreis der Sportler auch erfolgreichere gibt als mich. Um so einen Titel zu gewinnen, muss in einem Jahr einfach alles zusammenpassen. Meine sportliche Leistung war dann dementsprechend herausragend.“
Warum jetzt der Wunsch ins Himalaja Gebirge zu fahren?
„Meine Freundin und ich haben in den letzten Jahren eigentlich immer einen Abenteuerurlaub gemacht, also mit dem Rucksack irgendwo unterwegs gewesen um was zu erleben. Wenn es möglich ist, wollen wir den Urlaub sogar verlängern, also aus den anderthalb Wochen drei bis vier Wochen machen, das wiederum kommt aber noch auf meinen Terminkalender an. Ich glaube einfach, dass das Himalaja Gebirge ein schönes Gebiet ist, wo man viel sehen kann und ich denke, dass ich noch bleiben kann. Wir wollen uns da unseren Traum verwirklichen. Mein erster Wunsch war einfach das Himalaja Gebirge. Gerade weil Jürgen Schmitz super organisiert und einiges möglich macht.“
Warum in die Berge, warum so hoch hinaus?
„Weil ich noch nie dort war und ich möchte einfach überall mal hin, damit ich jede Ecke mal gesehen habe. Wir waren innerhalb Asiens nur in Vietnam und dort hat es mir sehr gut gefallen. Das Leben in der Höhe des Himalajas interessiert mich einfach. Ich denke, es wird relativ karg sein, aber ich weiß nicht wie karg es ist. Ich wollte da einfach immer mal hin.“
„Es war nicht der klassische Traumurlaub. Aber ein traumhaftes Erlebnis.“ Michael Greis über seine Traumreise nach Tibet und Nepal.
Fast vier Wochen lang machte der CHAMPION DES JAHRES 2006 zusammen mit Freundin Katja eine Trekking Tour durch den Himalaya rund um das Dach der Welt, den Mount Everest. „Gerade die ersten zwei Wochen in Nepal waren extrem. Die Unterkünfte sehr spartanisch. Keine Heizung, nur ein Schlafsack und nur alle paar Tage eine Dusche“, erzählt der Biathlon-Olympiasieger: „Dagegen sind unsere Quartiere im Winter-Trainingslager Fünf-Sterne-Hotels.“
Von Deutschland ging die Tour nach Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Erste Erfahrung dort: Das Leben der Sadhus, der hinduistischen Bettelmönche. „Die haben sich gut mit Gras eingeraucht. Und wenn Du ein Foto von ihnen machst, nehmen sie Dir gleich Geld dafür ab. Da muss man aufpassen, nicht ausgenommen zu werden“, berichtet Michael Greis.
Eine Maschine der Yeti Airlines brachte das Team von Kathmandu nach Lukla, 2.860 Meter hoch. Die Landebahn war früher ein Schafgehege. Das sagt alles. Die nächsten Ziele: Namche Bazar bis auf den Kala Pattar, einen 5.500 Meter hohen „Hügel“, wie Michael Greis später sagen wird. „Für die Einheimischen gehen Berge schließlich erst bei 6.000 Metern los“, so Greis.
Und mit den Höhenmetern steigen die Preise – trotzdem bekommt man alles, was man für eine Trekking-Tour braucht. Sogar Kühlschränke tragen die Einheimischen hier hoch.
Gemerkt haben der Biathlet und Freundin Katja vor allem die dünne Luft im Himalaya. „Aber wenn man dann sieht, wie sich hinter einem Siebentausender der Mount Everest erhebt, entschädigt das für alles“, sind sich die beiden einig. Bis zum Basislager des Mount Everest sind sie gewandert. Rund 200 Hobby-Bergsteiger haben dort auf das richtige Wetter gewartet, um das Dach der Welt zu besteigen.
Zur „Erholung“ flogen Michael und Katja zehn Tage nach Lhasa in Tibet. „Sehr interessant, sehr kulturell, sehr religiös“, so das Fazit: „Alles in allem war es sehr krass. Ich bin unheimlich froh, dass ich das gesehen und erlebt habe. Ein sehr cooler Urlaub. Ich werde beim Event auf Fuerteventura viel zu erzählen haben. Vielen Dank an Jürgen Schmitz und die Sponsoren, dass es den CHAMPION DES JAHRES gibt.“
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